Herausgegeben von Peter Burschel, Mark Häberlein, Volker Reinhardt, Wolfgang E. J. Weber und Reinhardt Wendt. Die Herausgeber dieser Festschrift sind der Auffassung, dass die Würdigung eines hervorragenden Repräsentanten einer wissenschaftlichen Disziplin konsequent auf den einschlägigen Fachdiskurs bezogen sein sollte. Sie haben daher die üblichen affirmativ-reputativen Elemente zugunsten des Versuchs einer kritischen Festschrift zurückgestellt. Die Gliederung des Bandes orientiert sich an den bevorzugten Forschungsfeldern des Jubilars, in der Gewichtung der Sektionen spiegelt sich die Reinhardsche Agenda: gewichtige spezifische Interessen im deutschen Bereich; ein entschiedenes Interesse an der Konfessionalisierung zumal im römisch-katholischen Bereich; der papstgeschichtliche Schwerpunkt; die durchgehende staats- und ideengeschichtliche Perspektive; das weite Feld der europäischen Expansion.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.10.2002
Die anlässlich des 65. Geburtstages von Wolfgang Reinhard erschienene Festschrift hat den Rezensenten mit dem Kürzel "tth" beeindruckt - zumindest ein darin enthaltener Artikel des Augsburger Professors Johannes Burkhardt. Der zeige nämlich auf, referiert der Rezensent, dass die Unterscheidung zwischen Katholizismus und Protestantismus in eine "alte" und eine "neue" Konfession "geradezu widersinnig" sei. Beide seien, ebenso wie der Calvinismus, erst im 16. Jahrhundert entstanden. Die so nicht haltbare Differenzierung zwischen beiden sei, informiert "tth" weiter, von den Protestanten ausgegangen, die Aufklärung habe dann noch ihr Scherflein dazu beigetragen. Trotz dieser erhellenden Wiedergabe der zentralen Thesen Burkhardts lässt "tth" den Leser seiner kurzen Besprechung im Unklaren über weitere Details und Inhalte dieser Festschrift.
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