"Der Zeitpfeil" ist der Roman der Gegenwart: quer durchs Leben, das ein global urbanes ist, einen Tag lang, der in jedem Jahr immer wieder aufs Neue einen Tag lang ist. Von Wien bis chicago, von Rom bis Berlin, vom Espresso Schnittstelle ins Cafe Interface und ins Gasthaus Zeitner bewegen sich die Menschen in den Verwirbelungen ihrer Bewusstseinskaskaden: aufeinander zu, aneinander vorbei, ineinander hindurch. "Der Zeitpfeil" ist der Roman der Schnittstellen von Physik und Psychologie, von Naturwissenschaft und (Inter-)Subjektivität, von Intellekt und Emotion, also ein Roman der produktiven Paradoxien...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2004
Als "beachtlich" lobt der mit "F. Hs." zeichnende Rezensent den von Herbert J. Wimmer vorgelegten Roman "Der Zeitpfeil", und obwohl Wimmer an der Kleinschreibung festhalte - diesem "rührend altmodischen Gewand der Avantgarde" -, könne man getrost behaupten, er befinde sich "ganz an der Spitze des Zeitpfeils". Bei seinen Streifzügen durch "die kleine Großstadt" Wien folge der Leser den geistigen Monologen verschiedener Figuren (Schriftsteller, Filmemacher, Malerin, Journalisten), die ihn mit "theoriegestütztem Scharfsinn" durch "Straßen, Lokale und durch den Zeitgeist" führen, der aus den Medien wie aus "senkgruben der gesinnung" (Zitat Wimmer) quillt. Doch gerade dann, wenn Wimmer sich in die Niederungen des "praktischen Tagtäglichen" begebe, gelingen ihm "großartige Szenen", schwärmt der Rezensent und denkt dabei vor allem an jene mit dem trinkenden Stammgast. Und so ist sein Fazit auch überaus wohlwollend: "Mit einer mächtig atmenden Sprache zeichnet Herbert Wimmer hier das präzise EKG des abgründig goldenen Wiener Herzens."
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