Helwig Schmidt-Glintzer

Buddha

Das Leben des Siddhartha Gautama
Cover: Buddha
C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN 9783406850981
Gebunden, 415 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Das Leben Buddhas ist von Legenden und Rätseln umrankt. Helwig Schmidt Glintzer erklärt, was wir einigermaßen gesichert über den Zeitgenossen des Sokrates wissen können, und liest die klassischen Legenden rund um Geburt, Erleuchtung, Lehre und Erlöschen Siddhartha Gautamas mit frischem Blick neu. Seine Biografie zeigt, warum es sich auch heute lohnt, dem "Erwachten" und seiner friedlichen Philosophie näherzukommen. Siddhartha Gautama wurde vermutlich 448 v.Chr. im heutigen Nepal als Sohn eines Fürsten geboren, wuchs in einer städtischen, offenen Kultur auf, erlebte mit etwa 35 Jahren eine Erleuchtung, sammelte Gefährten und Schüler um sich und ging 368 v.Chr. ins Nirvana ein. Helwig Schmidt-Glintzer erzählt diese Lebensgeschichte auf der Grundlage der aktuellen Forschung zum Alten Indien sowie entlang der Legenden, die sich um die Gestalt des Erleuchteten ranken. Denn sie sind mehr als spätere Mythen: Sie verraten uns viel über die Zeit Buddhas und seine ursprüngliche Botschaft. Seine Philosophie richtete sich an Aufgeklärte und Interessierte aller Kasten, insbesondere an alle, die bereit waren, ihre eigene Buddha-Natur zu realisieren. Sie war keine Religion, es ging nicht um Gefolgschaft, sondern um Schülerschaft. Diese Biografie legt diese Dimension von Leben und Lehre des Buddha, die von der Entwicklung zur Religion mit Regeln und Riten verschüttet wurde, auf beeindruckende Weise wieder frei.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 20.08.2026

Rezensentin Andrea Roedig muss sich erst einmal daran gewöhnen, wie der China-Experte Helwig Schmidt-Glintzer in seinem Buch über Buddha Fakten und Legenden wie selbstverständlich verwebt. Viel weiß man nicht über das Leben des Siddharta Gautama, geboren wurde er wahrscheinlich um das Jahr 448 v. Chr. in hohen Stand, erklärt die Kritikerin. Mit siebzehn Jahren wandte er sich von seiner Familie ab und schloss sich "wandernden Asketen" an, bis er später das berühmte Erleuchtungserlebnis unter dem Pappelfeigenbaum hatte. Schillernd sind die Legenden, die Schmidt-Glintzer hier anführt: Buddha kann Blinde sehen machen und Elefanten mit Leichtigkeit durch die Luft werfen, freut sich die Kritikerin. Die Vermischung von Fakt und Fiktion ist ein wenig seltsam, hat aber ihren Reiz, meint Roedig. Ihr gefällt außerdem, wie der Autor Buddha vor allem als "weltabgewandten Sinnsucher" zeichnet, den Fragen nach der Vergänglichkeit umtreiben. Buddhas Antworten darauf sind "zeitlos radikal", auch das ein Grund für die Lektüre dieses Buchs, schließt Roedig. 

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