Gedichte über das Alter geben Auskunft über diese komplexe und eigenständige Lebenswirklichkeit in Vergangenheit und Gegenwart. Die schönsten und eindringlichsten Gedichte der Weltliteratur über das Altern umkreisen Themen wie Erinnern und Vergessen, alternde Frauen und Männer, Alterslob und Altersklage, Altersliebe und Einsamkeit, Protest gegen das Älterwerden und Altersnarzissmus, Vergänglichkeit oder eigene Lebensbilanzen. Die Gedichte behandeln das Alter als eine komplexe und eigenständige Lebenswirklichkeit in Vergangenheit und Gegenwart. Ganz nach dem Motto: Alter schützt vor Freiheit nicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2021
Rezensentin Hannelore Schlaffer vermisst einige Texte in Helmut Bachmaier Anthologie der Alterslyrik. So fehlen ihr Walther von der Vogelweide und Victor Hugo, die laut Schlaffer ganz entzückend über das Alter dichten konnten. Doch auch so scheint ihr der Band mit allerhand schön in Form gebrachten Erkenntnissen über die menschliche Erfahrung des Alterns aufzuwarten. Geordnet weder chronologisch noch geografisch, sondern nach Themen, wie Schlaffer berichtet, führen ihr die Gedichte von Anakreon bis Goethe die meist verborgenen Zustände des Alters vor Augen, die guten und die weniger guten. Vielfältig, oft gelassen, fast immer reichhaltig erscheinen ihr die Texte. Der "Bewusstseinswandel" ab dem 19. Jahrhundert, mit dem das Alter verstärkt Einzug in die Lyrik fand, wird für Schlaffer beim Lesen auch erkennbar.
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