Ein Hörspiel unter Verwendung des Filmtons. Filmregie: Helmut Weiss, Hörspielregie: Peter Geyer und Florian Fickel. Sprecher: Friedhelm Ptok.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2005
Martin Z. Schröder bespricht die Hörbuchreihe mit Heinz Rühmann, die die Deutsche Grammophon zum 10-jährigen Todestag des Schauspielers herausgegeben hat. Während er die vier Hörspiele als "belanglos" und Heinz Rühmanns Stimme dabei als allzu "harmlos" bis nervig abqualifiziert, rühmt er die "Feuerzangenbowle" als vielleicht sogar dem 1943 gedrehten Film überlegen. Nicht zuletzt die "einfühlsame" Stimme von Friedhelm Ptok mache diese Komödie über einen Erwachsenen, der sich als Schüler ins Gymnasium einschleicht, zu einem "interessanten" Stück, so Schröder angetan. Er meint "Zwischentöne" zu hören, die über die Situation von Deutschland im Zweiten Weltkrieg nachdenken lassen. In dem Brüllduell, das sich der Schüler Pfeiffer mit dem Physikprofessor liefert, könnte Schröders Meinung nach sogar eine Hitler-Parodie verborgen sein. Die Hörbuchfassung, die die "lustigen Bilder des Films vorenthält", lässt die nachdenklichen und vielleicht kritischen Untertöne der "Feuerzangenbowle" deutlich werden, auch wenn der Rezensent sich nicht sicher ist, ob diese wirklich vom Filmemacher Heinrich Spoerl beabsichtigt waren.
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