Gustav Gründgens - Das komplette Schallarchiv

Theaterstücke, Hörspiele, Monologe, Reden, Chansons. 20 Audio-CDs
Cover: Gustav Gründgens - Das komplette Schallarchiv
Deutsche Grammophon, Berlin 2004
ISBN 9783829114394
CD, 120,00 EUR

Klappentext

20 CDs, 1.200 Minuten. Gustaf Gründgens wird am 1899 in Düsseldorf geboren. Bereits im Alter von 18 Jahren übernimmt er im Oktober 1918 die Theaterkanzlei des Fronttheaters. In der Folgezeit arbeitet er als Schauspieler und Regisseur u.a. in Düsseldorf, Kiel, Hamburg und Berlin, wo er 1933 Generalintendant des Preußischen Staatstheaters und Senator der Reichskulturkammer wird. 1947 übernimmt er die Generalintendanz der Städtischen Bühnen Düsseldorf und wird 1948 zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt. Von 1955 bis 1963 leitet er das Deutsche Schauspielhaus Hamburg. 1963 stirbt er in Manila an einer Magenblutung.
Unvergessen ist er bis heute durch seine Faust-Inszenierungen in der Rolle des Mephisto. Der Bühnenmitschnitt des Faust I im Jahre 1954, der als erste deutsche Sprechplatten-Kassette bei der Deutschen Grammophon Literatur erscheint, hat interpretatorische Maßstäbe gesetzt. Die vorliegende Edition ermöglicht erstmals, die vielen Facetten dieses Ausnahmekünstlers am Beispiel sämtlicher noch erhaltener Original-Aufnahmen seines Sprachwerkes kennen zu lernen.
Hören Sie Gustaf Gründgens in Johann Wolfgang von Goethes "Faust I", "Faust II" und "Torquato Tasso", Franz Kafkas "Der Prozess", Thomas Wolfes "Das Herrenhaus", T.S. Eliots "Die Cocktailparty", Hermann Bahrs "Das Konzert", Hans Hömbergs Hörspiel "Kirschen für Rom", Helmut Käutners - frei nach Eugene Scribe - "Das Glas Wasser", Paul Apels "Hans Sonnenstößers Höllenfahrt" sowie Gustaf Gründgens "Klassische Monologe".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.10.2004

Als Geschenk, als Schatzkammer bezeichnet Jens Bisky diese zwanzig CDs, die Aufnahmen von und mit Gustaf Gründgens aus drei Jahrzehnten versammeln: Monologe, Hörspiele, Chansons, Pressekonferenzen und etliche vollständige Theateraufführungen. Und auch wenn Bisky "kein Wesen, kein Kern hinter der Vielzahl der Erscheinungen" erkennen mochte, verlor er sich doch bald in der Stimme Gründgens', der, wie Bisky schreibt, die verschiedenen Tonfälle seines Zeitalters genau registrierte und gezielt einsetzen konnte. So beherrschte er genauso das singende, vibrierende Deklamieren der süddeutschen Schule wie die überwältigende Intonation des Berliner Theaters Max Reinhardts, den Schmelz und das Flirrende ebenso wie die "nüchterne Nachdenklichkeit" und "kraftvolles Auftrumpfen". Fast resigniert klingt Bisky, wenn er über den begnadeten Schauspieler und bedenkenlosen Karrieristen urteilt: "Er tut, was er will, und er kann es."

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