1 mp3-CD mit 155 Minuten Laufzeit. Lesung mit Inge Keller, Norbert Christian, Renate Richter und Hans Oldenbürger. Dem gesellschaftlichen Aufstieg des jungen Provinzliteraten Andreas Zumsee scheint nichts entgegenzustehen. Protegiert von einem literaturinteressierten Bankiersehepaar kommen schnell die ersten Erfolge - zu schnell. Denn als er gegen die ungeschriebenen Gesetze der Großbourgeoisie verstößt, wird er von seinen vermeintlichen Gönnern fallen gelassen und in eine kleinbürgerliche Existenz gedrängt. In seinem sozialkritischen Werk beschreibt Heinrich Mann satirisch den Berliner Kulturbetrieb und das dekadente Leben der gehobenen Gesellschaft im Wilhelminismus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2021
Rezensent Alexander Kosenina erkennt beim Wiederhören von Heinrich Manns frühem Roman von 1900 in der DDR-Hörfunkfassung mit Inge Keller, Renate Richter und anderen, wie sich der Antisemitismus seit dem Kaiserreich entwickelte. Allerdings sind antisemitische Tendenzen bei den Romanfiguren nur ein Teil der zeitgenössischen Realität, die in den Text Eingang gefunden hat, betont Kosenina. Wichtiger scheint ihm Manns "satirischer Blick" auf die Finanzwelt-Charaktere und die dekadente Gesellschaft in Berlin um 1900. Auch wenn dem Rezensenten der Plot nicht so wahnsinnig originell vorkommt, als "bündiges" Gesellschaftspanorama gewinnt der Text doch Spannung, findet er.
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