Unter Mitarbeit von Esther Zschieschow. Mit 48 Seiten Farb- und s/w-Abbildungen. Heike Drechsler blickt auf eine traumhafte Sportlerinnen-Karriere zurück: zwei Mal olympisches Gold, vier Weltmeistertitel, zehn Mal erkämpft sie sich den Titel einer Europameisterin, insgesamt 16 Mal springt bzw. läuft sie Weltbestleistungen. In diesem Buch gibt sie Einblick in ihre ganz private Welt: die Kindheit in Gera, die Zeit in der Kinder- und Jugendsportschule in Bad Blankenburg, die erste Liebe. Sie erzählt von ihrem sportlichen Aufstieg, von der Sportförderung in der DDR und von der Missgunst unter Konkurrenten. Und sie lässt teilhaben an den Wirren der Wende und des Neuanfangs: Dopingvorwürfe, Stasi-Akte, Abnabelung vom Erfolgstrainer, neue Liebe und die Adoption als erwachsene Frau.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.12.2001
Reinhard Sogl ist enttäuscht von der Autobiografie der Leichtathletin Heike Drechsler. Das liegt zum einen am Stil des Buchs, das Drechsel mit Co-Autorin Esther Zschiechow geschrieben hat, und das nach Meinung des Rezensenten "das Niveau eines Schüleraufsatzes selten übertrifft", zum anderen aber - und das wiegt schwerer - erfahre man kaum etwas Interessantes aus diesem Buch: Weder äußere sich Drechsler zu den Dopingvorwürfen, denen sie sich immer wieder ausgesetzt sah, noch zu dem Umstand, dass sie offenbar ohne eigenes Wissen als Stasispitzel geführt wurde. So mutmaßt der Rezensent, dass es dieser Autobiografie besser getan hätte, wäre sie erst nach Ende von Drechslers offizieller Karriere geschrieben worden. Interessant findet Sogl nur die Passagen, in denen Drechsler "ihre Gefühle, ihre Verunsicherung und ihre Hoffnungen schildert in der (Nach-) Wendezeit" schildert.
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