Heerma van Voss Daan, Thomas Heerma van Voss

Zeuge des Spiels

Thriller
Cover: Zeuge des Spiels
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2018
ISBN 9783895612084
Kartoniert, 304 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure. Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood in den Sümpfen von Louisiana ermordet zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen. Im Mordfall Underwood ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes, die von ihren Vorgesetzten und den Medien zunehmend unter Druck gesetzt wird. Je mehr Antworten sie findet, desto größer werden ihre Zweifel an der offiziellen Version. Was hat dieser Mordfall mit dem Mord an Arons Frau zu tun? Und gelingt es Aron, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2018

Rose-Maria Gropp lässt dieser Thriller des niederländischen Autorenduos Daan und Thomas Heerm van Voss unbefriedigt zurück. Die beiden Brüder arbeiten mit viel Suspense und sprachlichen Spielereien, um vom Mord an einer Studentin in New Orleans zu erzählen. Schön und gut. Aber ein bisschen abgeschreckt ist Gropp doch von aller der Erhabenheit, die hier beschworen wird, um eigentlich nur von einem Verbrechen aus Eifersucht zu erzählen. Und dass sich der Täter zwar immer wieder aus der Ich-Perspektive raunend dazwischenschaltet, aber eigentlich völlig unbekannt bleibt, lässt sie ratlos zurück.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.09.2018

Katharina Granzin bedankt sich bei den niederländischen Brüdern Daan & Thomas Heerma van Voss für spannende Urlaubslektüre. Dass der Krimi um einen rätselhaften Mord an einer Studentin in Louisiana und einen Vater, der seinen Sohn vor der Todesstrafe zu retten versucht, gegen Ende billige Effekte, Verlust an Handlungslogik und eine nicht sehr überzeugende Tätermotivation bietet, ist für Granzin zwar ein Dämpfer. Zuvor hat sie der Text allerdings mit gutem Stil, dramaturgischen Kniffen und weitgehend glaubhafter Figurenpsychologie auf seine Seite geholt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.08.2018

Mit diesem Thrillers des Autoren- und Brüder-Duos Daan und Thomas Heerma van Voss muss sich das Genre endgültig nicht mehr beweisen, meint Rezensent Peter Henning in seiner hymnischen Besprechung.  Ein Mann, den selbst Zerrissenheit quält, der Verlust erlitten hat und wahren Schmerz kennt, versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen und damit seinen Sohn zu retten. Dazu gehören der Mord an einer jungen Frau und einem Privatdetektiv, eine verbissene Ermittlerin und natürlich der Jazz, lesen wir. Verortet ist diese "dunkle, echoreiche Geschichte" nämlich in New Orleans - dem samt-feuchten Schlund Nordamerikas. Aufregend und "authentisch", mit viel psychologischem Feingefühl, einem unfehlbaren Sinn für Details und einer enormen Stil- und Sprachsicherheit lassen die beiden Niederländer die eindrucksvollsten Bilder vor dem inneren Auge des Lesers entstehen und ablaufen, erklärt Henning. "Zeuge des Spiels", findet der bewegte Rezensent, ist eine Geschichte, die einen nicht nur packt und mitreißt, sondern auch berührt.
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