Herausgegeben von der Zentralvereinigung der Architekten Oberösterreichs.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2005
Recht angetan zeigt sich Wolfgang Jean Stock von diesem materialreichen Architekturführer, der das Wachsen und Gedeihen neuer Architektur im Mühlviertel, einer österreichischen Randregion, dokumentiert. Der ehemals rückständige Landstrich zwischen Donau und tschechischer Grenze prosperiert nach Auskunft Stocks seit dem Fall des Eisernen Vorhangs, was auch zu einem Aufschwung der Baukultur geführt hat. Zwar gebe es nach wie vor traditionelle Aufträge wie etwa die Planung eines Ziegenstalls, berichtet Stock, doch die meisten der 122 hier vorgestellten Gebäude verkörperten die "Modernisierung des überwiegend ländlichen Mühlviertels hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft." Neben Wohnhäusern und Siedlungen präsentiere der Architekturführer auch Gewerbebauten, Schulen und gastronomische Einrichtungen. "Die neue Architektur im Mühlviertel ist lehrreich", resümiert Stock, "weil sie nicht auf Schlagzeilen zielt, sondern sich im besten Sinne um ein Bauen für den Alltag bemüht."
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