Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2010
Für alle Gustav-Meyrink-Interessierte sind zwei neue Studien zu Leben und Werk des berühmten Verfassers des Romans "Der Golem" von großem Gewinn, verspricht Roland Reuß. Der Germanist Hartmut Binder, bekannt für seine Kafka-Forschungen, erweise sich auch hier als findiger und akribischer Archivarbeiter, würdigt der Rezensent. So wartet der Autor mit zahlreichen neuen Dokumenten auf und kann in einige Punkte im Leben des für seinen Hang zur Esoterik bekannten Schriftstellers "frisches Licht" bringen, freut sich Reuß. Plastisch treten für ihn so nicht nur die wichtigsten Lebensstationen Meyrinks hervor, sein Schicksal als uneheliches Kind, sein Ausflug ins Privatbankwesen und Erfahrungen des Antisemitismus. Daneben gräbt Binder auch so manches "witzige Detail" in der Biografie des Schriftstellers aus und verrät einiges über die Entstehung seiner literarischen Texte. Insbesondere die Entwicklung seines berühmtesten Romans "Der Golem" kann so in allen seinen Phasen nachvollzogen werden, so Reuß, der von dieser Biografie rundum begeistert wirkt.
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