Geschichte und Persönlichkeiten der Bibliothek Warburg mit Berücksichtigung der Bibliothekslandschaft und der Stadtsituation der Freien und Hansestadt Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Lenos Verlag, Berlin 2004
ISBN
9783832500740 Kartoniert, 413 Seiten, 49,00
EUR
Aby Moritz Warburg, 1866-1929, Kunsthistoriker und Begründer der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg in Hamburg, war zeitlebens ein passionierter Büchersammler. Als Sohn der jüdischen Bankiersfamilie Warburg hatte er den finanziellen Hintergrund, um sich als Privatgelehrter seinen Forschungen zu widmen. Vom privaten Handapparat eines Studenten entwickelte Aby Warburg seine Büchersammlung zu einer Bibliothek mit über 60.000 Bänden, die nach der Universitätsgründung in Hamburg im Jahr 1919 dieser institutionell lose angegliedert war, bis die Bibliothek im Dezember 1933 vor dem Zugriff der Nationalsozialisten nach England gerettet werden konnte. Diese Arbeit hat das Ziel, die Bibliothek Warburg in ihr zeitgeschichtliches, städtisches und bibliothekarisches Umfeld zu stellen. Nicht zuletzt ermöglichten die zahlreichen Verbindungen Aby Warburgs die erfolgreiche Einbindung der Bibliothek in die wissenschaftlichen Kreise weit über die Hansestadt hinaus.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2004
Der "ff" zeichnende Rezensent zollt dem mutigen Bibliothekswissenschaftler Hans-Michael Schäfer seine Anerkennung. Denn wer in die Fußstapfen einer ganzen Kompanie von Wissenschaftlern tritt und ein weiteres Mal über die Büchersammlung von Aby Warburg schreibt, der muss schon etwas Neues vorweisen können, und Schäfer habe den Test bestanden. Man liest hier nämlich, schreibt "ff", zum ersten Mal vom erweiterten Mitarbeiterstab Warburgs, dem eine ganze Reihe interessanter Persönlichkeiten angehörten - die Bibliothek als "Schloss, in dem sich Schicksale kreuzten" (Schäfer). Auch sei die Geschichte der Bibliothek durchaus innovativ in den Kontext der zeitgenössischen deutschen Bibliothekslandschaft und des Hamburger Kulturlebens eingeordnet worden. Und auch wenn der Rezensent gern mehr über die Krisen der Bibliothek in den 20er Jahren gelesen hätte, bleibt er bei seinem beifälligen Urteil: "ein interessantes und weitgehend nicht-redundantes Buch".
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