Herausgegeben von Rüdiger Steinlein, Heidi Strobel und Thomas Kramer. In repräsentativer Auswahl werden die zentralen Werke aus allen Gattungen und Genres der Kinder- und Jugendliteratur der SBZ/DDR vorgestellt. Mit ausführlicher Bibliografie erschließt der Band den aktuellen Forschungsstand.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2008
In Erinnerung an eigene Lektüreerlebnisse wird Jens Bisky angesichts dieses Handbuchs zur Kinder- und Jugendliteratur der DDR ein wenig nostalgisch und zeigt sich grundsätzlich "dankbar", dass der enorme Reichtum an Kinderbüchern nun erstmals dokumentiert und untersucht wird. Trotzdem muss er feststellen, dass die einzelnen Beiträge, die über Autoren, Verlage, Bibliotheken und politische Vorgaben informieren und die einzelnen Werke interpretieren, von recht schwankender Qualität sind. Uneingeschränkt ans Herz legt er den Lesern den Aufsatz von Siegfried Lokatis über die verschiedenen Stadien der Zensur, den er zum Verständnis der entstehenden Literatur sehr erhellend findet. Wenn es im Handbuch dagegen um die Lektüre an den Schulen oder bei den Pionieren geht, kommt für Bisky vor allem "antikommunistische Besserwisserei" heraus. Viel zu wenig werde danach gefragt, was unabhängig von ideologischen Vorgaben denn tatsächlich gelesen wurde, findet der Rezensent. Dass in einem historischen Überblick einmal mehr die These vom "hoffnungsvollen Anfang" der DDR aufgewärmt wird, findet der Rezensenten schlicht falsch.
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