Heute weiß jedes Kind, dass die Erde rund ist. Aber wie haben sich früher die Menschen unseren Planeten vorgestellt? Die Eskimos dachten ihn sich als Insel aus Eis, die auf dem Meer schwimmt. Für die Azteken war er ein riesiges Kreuz. Die Chinesen wiederum glaubten, in einer Welt zu leben, die die Form einer umgedrehten Teeschale hat. Und Christoph Columbus nahm an, die Erde sei wie eine Birne geformt. Guillaume Duprat hat für uns die Vorstellungen der Menschheit von unserem Planeten gesammelt, nacherzählt und in Bildern dargestellt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.09.2010
Nicht nur für junge Leser geeignet findet Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel den neuen Bildband von Guillaume Duprat "Seit wann ist die Erde rund?", auch Erwachsenen biete er viel Neues. So stelle der Autor und Illustrator sowohl die Weltbilder unterschiedlichster Völker aus früheren Zeiten vor als auch die Entwicklung des wissenschaftlichen Bilds von einer runden Erde. Gerne hatte Wenzel Teil an der Freude des Autors über seine "lustvollen und unterhaltsamen" Entdeckungen; die übertrage sich mit Sicherheit auch auf jeden anderen Leser, so die Rezensentin.
Rezensent Heinrich Wefing ist hellauf begeistert von diesem Buch. In ihm versammelt der französische Illustrator Guillaume Duprat wie "kostbare Schmetterlinge" Mythen und Sagen, in denen sich die verschiedensten Völker ein Bild von der Welt machen. Mit größter Freude stellt der Rezensent die von Duprat illustrierten Welten-Bilder vor: Bei den Minangkabau auf Sumatra etwa trägt ein gewaltiger Wasserbüffel die große Scheibe; er selbst steht auf einem Ei, das von einem Fisch getragen wird. Bei den Fon in Benin ruhe die Welt auf der Riesenschlange Aido Hwedo oder bei den Wayapi-Indianern steht die Erde auf drei Säulen, an denen hin und wieder der böse Geist Tembetsi ruckelt. Für diese "heiteren, einprägsamen" Bilder vergibt die Zeit den Luchs.
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