Die Frage, wie unsere Gesellschaft mit Sexualstraftätern verfahren soll, wird seit Jahren in der Öffentlichkeit und den Medien kontrovers diskutiert. Die Autoren liefern Hintergründe und Fakten über die Profile der Täter und deren Motive sowie über die Möglichkeiten und Defizite in der Begutachtung und der Therapie von Sexualstraftätern. Ebenfalls beleuchtet wird die oft vernachlässigte Perspektive der Opfer. Auf diese Weise soll eine fundierte Diskussion über dieses emotional besetzte Thema ermöglicht werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.02.2003
Guido Grandts und Peter J. Jamins Bestandsaufnahme "Sexualstraftäter. Eine Herausforderung an unsere Gesellschaft" bietet nach Ansicht von Rezensentin Anke Schwarzer einen "guten Einstieg in eine ernsthafte Diskussion über das emotional besetzte Thema". So liefern die Autoren nach Darstellung Schwarzers beispielsweise Fakten über die Profile der Täter und deren Motive sowie über die Möglichkeiten und Defizite in der Begutachtung und der Therapie von Sexualstraftätern, beleuchten aber auch die Perspektive der Opfer. In diesem Zusammenhang fordern die Autoren etwa, dass sich Strafrecht und Gesellschaft stärker an den Menschen orientieren müssten, die sexuelle Gewalt erlebt haben, berichtet Schwarzer. Sie machen nach Schwarzer zudem darauf aufmerksam, dass die wenigen Hilfsangebote von Initiativen wie "Wildwasser", Frauen-Notrufen und "Zartbitter" sowie der Behörden nicht ausreichten. Auch im Bereich der Justiz stellten die Autoren ein großes Defizit fest. Zum Bedauern der Rezensentin gehen die Autoren auf mögliche langfristige Präventionsstrategien gegen sexuelle Gewalt, die ein gesellschaftliches Umdenken in Geschlechterfragen erfordern, nicht ein. Insgesamt sieht Schwarzer die Leistung der Autoren darin, zu informieren. "Mit klaren Antworten auf heikle Fragen", so die Rezensentin resümierend, "halten sie sich allerdings zurück."
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