Gregoire Bouillier

Der Überraschungsgast

Roman
Cover: Der Überraschungsgast
Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2007
ISBN 9783312004034
Gebunden, 125 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer. Die besten - und unglaublichsten - Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst: Ein weltabgewandter Nobody wird eines Tages zur schrillsten Party von Paris gebeten, auf der die Creme de la creme der Künstlerszene zusammenkommt. Die Gastgeberin ist die berühmte Künstlerin Sophie Calle aus Frankreich. Welche amüsanten und verrückten Folgen dieses Aufeinandertreffen von Kunst und Leben hat, erzählt der Kultautor Gregoire Bouillier in seinem Roman "Der Überraschungsgast" literarisch meisterhaft - eine wahre Begebenheit und eine geistreiche Satire.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2008

Rezensent Thomas Laux hatte durchaus seine Freude an Gregoire Bouilliers Roman über einen an seiner Ex-Freundin leidenden Mann, der recht überraschend Heilung erfährt - und zwar durch Widerspiegelung des von ihm erlebten in einer Fiktion, in Virginia Woolfs Roman "Mrs. Dalloway". Obwohl die "Pointe, dass Literatur Rettung sein kann" in den Augen des Rezensenten eher "trivial" anmutet, ist die Auflösung des Romans seiner Meinung nach recht originell und wird zudem "augenzwinkernd-unkonventionell" vermittelt. Und auf dem Weg dahin hält das Buch einige "banale wie skurrile" Überraschungsmomente bereit, die Laux "an die unvorhersehbaren Spielzüge in den Filmen des späten Luis Bunuel erinnern." Alles in allem also eine durchaus unterhaltsame Angelegenheit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2008

Angetan äußert sich Rezensent Jochen Schimmang über diesen kurzen Roman Gregoire Bouilliers. Das Buch eignet sich in seinen Augen bestens als "Bettlektüre". Dafür gibt er gleich eine ganze Reihe von Gründen an: es liegt gut in der Hand, ist geschmeidig geschrieben und vergnüglich zu lesen, handelt vom klassischen Thema des Verhältnisses von Kunst und Leben, und kommt zu guter Letzt auch noch zu einem klaren Ergebnis, wonach das Leben selbst der "eigentliche Roman" sei. Eine These, der Schimmang nicht widersprechen möchte, zumal sie von der erzählten (wahren) Geschichte - es geht um den jungen Gregoire Bouillier, der auf der Geburtstagsparty der Künstlerin Sophie Calle als Überraschungsgast auftaucht - eindrucksvoll verifiziert wird.

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