Zum ersten Mal erlaubt ein ehemaliger Manager von Goldman Sachs einen Blick hinter die Kulissen der ebenso berühmten wie berüchtigten Investmentbank. Zwölf Jahre hat Greg Smith für den Wall-Street-Giganten gearbeitet, bevor er im Frühjahr 2012 mit einem öffentlichen Brandbrief kündigte. Sein einzigartiger Insiderbericht offenbart, welche Strukturen und welche Mentalität in einer der mächtigsten Institutionen der Finanzwelt herrschen.
Eine durchaus interessante Beschreibung der Verhältnisse der globalen Finanzwelt am Beispiel der Entwicklung von Goldman Sachs findet Hannes Koch in Greg Smiths "Die Unersättlichen": wie sich die Philosophie der Großbank in den vergangenen zehn Jahren vom langfristigen Interesse der Kunden immer mehr nach dem kurzfristigen Interesse der Bank orientierte, fasse der Autor, ein prominenter Goldman Sachs-Aussteiger, "lesenswert und spannend" zusammen. Was der Rezensent allerdings vermisst, sind eine Analyse dieser Entwicklung und brauchbare Vorschläge, wie das Finanzsystem gezähmt werden könnte. Da hält sich Smith nach Ansicht von Koch doch zu sehr an die momentan angesagte Forderung, Banken mögen sich auf ihr Kerngeschäft, die Finanzierung der Realwirtschaft, besinnen.
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