Greg Campbell

Tödliche Steine

Der gobale Diamantenhandel und seine Folgen
Cover: Tödliche Steine
Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2003
ISBN 9783434505549
Broschiert, 260 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

London, Paris, Mailand - in den Auslagen berühmter Juweliere glänzen die Colliers. Doch ein Teil der Diamanten, die weltweit gehandelt werden, kommt aus Bürgerkriegsgebieten und Ländern, in denen schon seit Jahren der Ausnahmezustand herrscht. Vertreibungen und Massaker sind an der Tagesordnung. Eines dieser Länder ist Sierra Leone, reich an Bodenschätzen, aber politisch längst aufgegeben. Kriegsherren haben hier die Macht übernommen und kontrollieren ein Netz von Händlern und Mittelsmännern. Ihr Hauptbetätigungsfeld ist der illegale Abbau und Schmuggel von Diamanten, die zu Tiefstpreisen auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. So werden Waffenkäufe finanziert. So erhalten internationale Terrorgruppen wie Al Qaida die Gelegenheit zur Geldwäsche. Greg Campbell, ein ausgewiesener Kenner der Szenerie vor Ort, war in illegalen Abbaucamps, bei Zwischenhändlern und bei NGOs, die sich dafür stark machen, den illegalen Handel zu unterbinden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 09.05.2003

"Wie ein Thriller" lese sich das Buch Greg Campbells über den Handel mit Diamanten, findet Matthias Penzel. Leider verstricke sich der Autor in einer Fülle von "Nebenschauplätzen" und "schauderhaften Details" über die Situation in Sierra Leone, ehe er zu dem eigentlich zentralen Punkt seiner Studie "die Finanzierung durch die Hisbollah" gelange. Der Leser erfahre aber eine Menge über den Konzern De Beers Consolidated Mines Ltd., der in dieser Branche "fast eine Monopolstellung" inne hat und in seinen Londoner Kellern "einen Diamantenvorrat im Wert von vier Milliarden Dollar" hortet. Will man aber "nüchterner und leichter nachvollziehbar" über die "Verstrickungen von Terrorismus mit Waffenschieberei und Geldwäscherei" informiert werden, empfiehlt Penzel den Report der Organisation Global Witness "For a Few Dollar$ More", frei zugänglich im Internet.
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