Mit 69 Abbildungen. Vorwort von Vittorio M. Lampugnani. Herausgegeben und aus dem Italienischen übersetzt von Michele Caja, Birgit Frank, Alexander Pellnitz und Jörg Schwarzburg. Seit den 70-er Jahren reicht die Wirkung des Mailänder Architekten Giorgio Grassi in Theorie und Praxis weit über Italien hinaus. Als vielleicht der eigenständigste und pointierteste Vertreter des neueren italienischen Rationalismus wurden seine Werke in den letzten drei Jahrzehnten in ganz Europa rezipiert. Seine rigiden Bauten und Entwürfe in Italien, Spanien, Holland und Deutschland tragen eine verhaltene Poesie in sich. Giorgio Grassis Texte sind das Resultat einer kontinuierlichen Beschäftigung mit der Stadt, mit dem Erbe der Architektur und mit konkreten architektonischen Entwürfen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2002
Endlich liegen die wichtigsten Schriften des italienischen Architekten Giorgio Grassi auch auf Deutsch vor! Für den Rezenten Fabrizio Brentini ein wahrer Grund zur Freude. Dass es sich dabei um keine leichte Kost handelt, erklärt Brentini mit Grassis Vorliebe, seine Gedanken in vertrackte Schachtelsätze zu packen, was den Leser gelegentlich zur Verzweiflung treiben könne. Ausdauer ist bei der Lektüre also vonnöten. Grassi sei bestrebt, historische Monumente weiterzudenken und das Vorhandene in der Weise zu ergänzen, dass es weder nach Rekonstruktion noch nach Restauration aussehe, sondern zum Ausdruck eines intensiven Dialoges zwischen Alt und Neu werde, erklärt der Rezensent. Er hebt hervor, dass Grassi um postmoderne Spielereien, Moden und Experimenten stets einen weiten Bogen gemacht hat. Als Architekt steht Grassi - vertrackte Schachtelsätze hin oder her - für eine "unprätenziöse Haltung, die sich als Antithese zum gegenwärtigen Starkult Gehör verschaffen darf und muss."
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