Herausgegeben von Helene Harth und Titus Heydenreich. Deutschland und Italien: eine alte Liebe. Anlass genug, im dreißigsten Heft ausgiebig der Lust am anderen zu frönen. Routiniers und frisch Verliebte erkunden die professionellen, profanen, sehnsuchtsvollen und kritischen Wege einer langen Beziehung, die noch längst nicht in die Jahre gekommen ist. Peter Schneider gibt Auskunft über sich und Italien, Klaus Wagenbach berichtet über deutsch-italienische Verlagsbeziehungen. Piero Schiera und Elmar Brandt über den Kulturaustausch. Marco de Michelis blickt auf deutsche Architektur der Moderne. Wie immer gibt es nicht nur viele Texte, sondern auch - und gerade aus gegebenem Anlass - Zeichnungen und Karikaturen. Achtung: Blickwechsel!
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2001
Die Rezensentin Alice Vollenweider gratuliert dem Zibaldone respektvoll zum Erscheinen der nunmehr dreißigsten Ausgabe seit 1985. Glücklicherweise merkt man dieser Zeitschrift "kaum" an, dass sie ein "Professoren-Produkt" ist, so die Rezensentin. Auf unterhaltsame Weise und auf Grund eines weit gefassten "Kulturverständnisses" schaffe sie einen attraktiven und nicht zuletzt auch ökonomisch erfolgreichen Brückenschlag zwischen Italien und Deutschland - und das zudem offensichtlich für eine breite, an Italien interessierte Leserschaft. Ganz besonders hebt die Rezensentin in der vorliegende Ausgabe den Aufsatz von Roberto Giardinas hervor, der sich mit dem Deutschland- und Italienbild in deutschen und italienischen Zeitungen beschäftigt. Ein ganz großes Lob von der Rezensentin für eine Zeitschrift, in der man nicht nur "viel über die Entwicklung der italienischen Kultur erfährt", sondern auch vorbildlich für anstehende europäische Fragestellungen sensibilisiert wird.
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