Gerhard Matzig

Meine Frau will einen Garten

Vom Abenteuer, ein Haus am Stadtrand zu bauen
Cover: Meine Frau will einen Garten
Goldmann Verlag, München 2010
ISBN 9783442312016
Gebunden, 256 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Frühmorgens um fünf liegt ein Mann schlaflos im Bett und wackelt unschlüssig mit den Zehen. Soll er, oder soll er nicht? Soll er seiner Frau Pia und seinen drei Kindern den größten Wunsch erfüllen? Ein eigenes Haus im Grünen: Das ist der Traum seiner Familie. Leider ist das aber genau das, was er nicht will, denn er liebt das Leben in der Stadt, in einer Altbauwohnung in der Nähe von Kinos und Kneipen. Schließlich überwindet er seine Widerstände und trifft eine mutige Entscheidung: Er baut selbst ein Haus. Und eigentlich wäre das ein großartiges Abenteuer - wenn es nicht von haarsträubenden Widrigkeiten, absurden Begegnungen und dem heimlichen Wunsch begleitet wäre, sich aus dem Staub zu machen. Natürlich bleibt der Mann und stellt sich seiner zehenwackelnden Schlaflosigkeit und den Kernfragen des Lebens. Zum Beispiel nach den richtigen Fliesen im Bad.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2010

Dieter Bartetzko hat die Beleuchtung der Frage, warum sich der Mensch immer wieder für den Traum vom Eigenheim im Grünen abrackert und dafür jede Menge Unglück in Kauf nimmt, durch Gerhard Matzig mit großem Vergnügen und, wie es scheint, wiederholtem einverstandenem Nicken gelesen. Die "Wonne" bei der Lektüre liegt laut Rezensent nicht zuletzt darin, dass der Autor - als Architekturkritiker und Ehemann intimer Kenner der Materie - sich seinem Sujet mit Ironie und lakonischer Abgeklärtheit nähert. Bartetzko zeigt sich von den stilistischen Eigenheiten des Buches sehr angetan, dessen Genauigkeit und Ton ihn positiv an die Satiren von Simon Borowiak erinnern.
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