Dissertation. Vorliegende Arbeit stellt die genannten neuen universalkirchlichen Erläuterungen zum "actus formalis defectionis ab Ecclesia catholica" vor und behandelt die Auswirkungen dieser eherechtlichen Regelungen auf die Problematik des Kirchenaustritts. Der Autor, Vizeoffizial der Erzdiözese Wien, geht auf die partikularrechtlichen Reaktionen der deutschen und österreichischen Bischofskonferenz auf das genannte Zirkularschreiben ein, wobei insbesondere die Neuregelung der österreichischen Bischofskonferenz zum Umgang mit dem Kirchenaustritt breiten Raum findet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.02.2010
Gründliches "materialreiches" Buch mit Sprengkraft, findet Alexander Kissler. Was genau es mit dem päpstlichen Rundschreiben vom März 2006 auf sich hat, in dem erklärt wird, der steuersparende Kirchenaustritt sei mitnichten als kirchliches Kapitalverbrechen zu behandeln (wie von deutschen katholischen Bischöfen praktiziert) und rechtfertige somit auch nicht die Exkommunikation, hat der Rezensent hier erfahren. Von Gerald Gruber, dem zweiten Vorsitzenden des Wiener Diözesangerichts, lernt Kissler ferner, dass in Deutschland keine Lehren aus der amtlichen Erklärung gezogen wurden und dass eine individuelle Prüfung der Austrittsumstände- und -gründe (wie etwa in Österreich) allemal die bessere Lösung ist.
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