Aus dem Englischen von Tamara Willmann. Gewürzt mit einer gehörigen Prise Sarkasmus und Selbstironie, erzählt Hannah ihre Geschichte: die der traurigen, wütenden Mitdreißigerin, die mit Männern kein Glück hat und ihren fetten, hochintelligenten Sohn einfach nicht lieben kann, die des heranwachsenden Mädchens, die des kleinen Kindes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2002
Nur "bedingtes Lob" möchte Thomas David dem lang erwarteten ersten Roman der Engländerin Georgina Hammick aussprechen - und dies liegt ausnahmsweise mal nicht an der Übersetzung. Hammick hat sich als Autorin von Kurzgeschichten und Erzählungen einen Namen gemacht, die auf David wegen ihrer stilistischen Noblesse, wie er es nennt, großen Eindruck gemacht hatten. Bei ihrem ersten Roman nun versuche Hammick das Prinzip einer geordneten Chronologie und Linearität zu durchbrechen - schön, wenn's gelingt, unkt der Rezensent. Hammick gelingt es seiner Ansicht nach nicht. Ihr Roman über eine junge Frau in verkrachten familiären Verhältnissen zerfällt in Episoden, für sich genommen hinreißende kleine Erzählungen, die aber im Gesamtkontext auf den Rezensenten "unaufgeräumt" wirken und manche Nebenfigur auf der Strecke lassen würden. Die Zusammenhanglosigkeit laufe Hammicks unprätentiösem und klaren Stil geradezu entgegen, beklagt sich David.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.03.2001
Georgina Hammik ist eine bei uns nahezu unbekannte Autorin, stellt Stefanie Holzer mit Bedauern fest. Aufgefallen sei sie bisher nur durch den Vorabdruck einer Erzählung in der Zeitschrift "Merkur" und durch einen 1997 bei Steidl erschienenen Erzählband. Mit ihrer neuesten Erzählung "Das Arizona-Spiel" greift sie das dominierende Thema ihrer vorangehenden Erzählungen auf. Es lautet "Verlieren und Verlassensein", weiß die Rezensentin. Die Heldin dieser Geschichte hat durch einen tragischen Autounfall alles verloren, und sie schafft es (deshalb?) nicht, sich ihr Leben aufzubauen. Sie gehört zu "jener Sorte Mensch, die - Gott weiß woher - die Gewissheit hat, dass mindestens die Familie, wenn nicht gar die ganze Gesellschaft schuld an der Schieflage der eigenen Existenz ist", formuliert es die Rezensentin. Stefanie Holzner gefällt die Hingabe, mit der Georgina Hammik Menschen erforscht. Als Quintessenz aus dieser Erzählung zieht sie die Einsicht, dass im alltäglichen Miteinander der Menschen ihre Tragödie liege, und auch die Hoffnung.
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