George I. Brown

Graf Rumford

Das abenteuerliche Leben des Benjamin Thompson
Cover: Graf Rumford
dtv, München 2002
ISBN 9783423243421
Kartoniert, 207 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Anita Ehlers. Bauernbub aus Massachusetts, Spion, Offizier, Frauenheld, Kaufmann, Kriegsgewinnler, Wissenschaftler, Gründer der Royal Institution in London und Wohltäter der Menschheit, im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wegen Spionagetätigkeit des Landesverwiesen, in Bayern geadelt, in London geehrt, in Frankreich gestorben: Das Leben dieses Mannes, geboren 1753 bei Boston und gestorben 1814 bei Paris.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.02.2003

Die einen sahen in ihm einen der ersten Naturforscher seiner Zeit, die anderen den "unangenehmsten Menschen in der Geschichte der Naturwissenschaften". Eine widersprüchliche Persönlichkeit war der Naturwissenschaftler Graf Rumford (1753-1814) also auf jeden Fall. "Rumford", zitiert Rezensent Florian Welle aus George I. Browns nun erschienener Biografie über den Grafen, "wollte Großes für die Menschheit tun, nicht Freundliches für einzelne kleine Menschen. Er war Wohltäter aus Berechnung, nicht aus Zuneigung". Welle hebt hervor, dass Brown die Geschichte Rumfords sachlich und nüchtern erzähle, im Vertrauen darauf, dass das bewegte Leben des Selfmademan selbst für Kurzweil sorge. Zu Welles Freude geht das Konzept auf: Brown verherrliche nicht die Leistungen des Naturwissenschaftlers auf dem Gebiet der Reibungswärme, glorifiziere nicht die Bemühungen des Philanthropen, Armut und Hunger zu bekämpfen, werte nicht die Spionagetätigkeit des Soldaten für die englische Krone, skandalisiere nicht das Privatleben des Schürzenjägers. "Sichtbar wird das Leben eines Mannes", so der Rezensent resümierend, "der gerade in seiner Zerrissenheit ein Kind seiner Zeit ist."
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