Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.01.2002
Donna M. Orange, George E. Atwood und Robert D. Stolorow haben mit ihrer Untersuchung "Intersubjektivität in der Psychoanalyse" ein "wichtiges Buch" geschrieben, lobt der Rezensent Micha Hilgers. Im Zentrum der Arbeit stehe die These, dass jede psychoanalytische Behandlung ein Zusammenspiel zweier Menschen darstellt; beide sind davon betroffen und darin involviert. Damit wenden sich die Autoren entschieden gegen die Vorstellung aus dem 19. Jahrhundert, es gebe einen neutralen, gar allwissenden Beobachter und einen unwissenden Patienten - eine Position die nach Hilgers noch immer von den Hardcore-Orthodoxen der Psychoanalyse geteilt wird. Für diese Fraktion der Freud-Jünger dürfte dieses "leicht lesbare" Buch denn auch ein "harter Brocken" sein, freut sich der Rezensent, und empfiehlt sogleich den Kauf des Buches. Und zwar trotz "seines Titels, der zum Glück sogar nicht mit dem eingängigen Stil korrespondiert".
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