George E. Atwood, Donna M. Orange, Robert D. Stolorow

Intersubjektivität in der Psychoanalyse

Kontextualismus in der psychoanalytischen Praxis
Brandes und Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783860992241
Gebunden, 160 Seiten, 18,50 EUR

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.01.2002

Donna M. Orange, George E. Atwood und Robert D. Stolorow haben mit ihrer Untersuchung "Intersubjektivität in der Psychoanalyse" ein "wichtiges Buch" geschrieben, lobt der Rezensent Micha Hilgers. Im Zentrum der Arbeit stehe die These, dass jede psychoanalytische Behandlung ein Zusammenspiel zweier Menschen darstellt; beide sind davon betroffen und darin involviert. Damit wenden sich die Autoren entschieden gegen die Vorstellung aus dem 19. Jahrhundert, es gebe einen neutralen, gar allwissenden Beobachter und einen unwissenden Patienten - eine Position die nach Hilgers noch immer von den Hardcore-Orthodoxen der Psychoanalyse geteilt wird. Für diese Fraktion der Freud-Jünger dürfte dieses "leicht lesbare" Buch denn auch ein "harter Brocken" sein, freut sich der Rezensent, und empfiehlt sogleich den Kauf des Buches. Und zwar trotz "seines Titels, der zum Glück sogar nicht mit dem eingängigen Stil korrespondiert".
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