Mit ca. 24 Fotos vom Verfasser. Herausgegeben von Richard Pils.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.07.2002
Ein Buch der besonderen Art bespricht der mit "upj" zeichnende Rezensent: einen Foto-Essay, den der Erlanger Fotograf Georg Pöhlein seinem sterbenden Großvater widmet. In Fotos werden die letzten Momente des Alltags gezeigt, den der Großvater mit seiner Frau verbrachte. Die Kamera begleitet den alten Mann bis zu seinem Tod. Dazu gibt es nur wenig Text, der dem Leser diesen Unbekannten allerdings erstaunlich nahe bringt, so der Rezensent. Sein Fazit: "ein berührend schöner Essay".
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 08.12.2001
Georg Pöhlein, 1954 in Münchberg geboren, hat seinen Großvater in den letzten Monaten seines Lebens begleitet und diese Eindrücke in einem Fotoessay festgehalten, berichtet Rezensent Harald Fricke. Das, was er im Text schildert, bleibe auf den Fotos zum Glück unsichtbar, so der Rezensent. Hier nehme der Leser nicht das Siechtum, sondern die Umformung des Körpers vom Leben in den Tod wahr, ohne dass die Hilflosigkeit des Großvaters bloßgestellt werde. Und, zeigt sich Fricke bewegt, Bilder und Text sind frei vom Kitsch. Zurück bleibt beim Betrachter einzig die Traurigkeit über den Weggang eines dem Fotografen und Autor vertrauten Menschen, so der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.08.2001
Sehr anschaulich und eindrücklich findet Helmut Schödel diesen Foto-Essay, mit dem Georg Pöhlein das Leben und das Sterben seines Großvaters dokumentiert hat und spricht den Fotografen deshalb ganz schnell von dem Anfangsverdacht der Vermarktung des Großvaters und seines Lebens in provinzieller Armut los. Frei von Sozialromantik erzähle Pöhlein von einem dörflichen Leben in Oberfranken. Schödel lobt dessen Talent für authentische Überlieferung und fühlt sich durch die Bilder an das erinnert, was Josef Winkler mit seiner ?Kärntner Trilogie? mit erzählerischen Mitteln geleistet hat.
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