Im Auftrag von Netzwerk Memoria herausgegeben von Rudolf Habringer und Walter Kohl.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.06.2004
Sehr wohl hat sich Karl-Markus Gauß bei der Lektüre dieser von seinen Landsleuten aus Oberösterreich verfassten Erinnerungen nicht. Zustande gekommen ist das Buch, nachdem Privatleute einem Aufruf der Herausgeber gefolgt waren, ihre Erinnerungen, Tagebücher, Fotos für ein Buch zur Verfügung zu stellen. Vorbild war dabei Walter Kempowskis "Echolot". Zur Überraschung der Herausgeber schilderten fast alle Briefe Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg. Versammelt sind jetzt "über achtzig Stimmen", die zusammenmontiert wurden. Der Tonfall reicht, so Gauß von "bitterer Naivität" ('Die Kazetler mussten so viel leiden') bis zu harmlosen Alltagsgeschichten ('Nachdem wir das Auto 15 Jahre gehabt hatten, gehörte es praktisch schon als Familienmitglied zu uns.') Einen "humanistischen Fortschritt" mag Gauß da nicht erkennen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…