Genevieve Hill

Das verschwundene Mädchen

Die Aufzeichnungen der Idilia Dubb. (Ab 14 Jahre)
Cover: Das verschwundene Mädchen
C. Bertelsmann Verlag, München 2002
ISBN 9783570127452
Gebunden, 220 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Kattrin Stier. 1863 werden im Turm der Burg Lahneck menschliche Gebeine gefunden. Daneben: das Tagebuch der 17-jährigen Schottin Idilia Dubb, das Protokoll ihrer aufregenden Reise am Rhein entlang - und das Protokoll ihres Sterbens. Zwölf Jahre zuvor stieg sie auf den Turm, um die zauberhafte Landschaft zu zeichnen, als hinter ihr die Leiter zusammenbrach. Das Tagebuch, von Idilias Freundin Genevieve überarbeitet, ist nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Es enthält nicht nur die begeisterte Schilderung einer Reise durch das Deutschland der Romantik, sondern auch die Gedanken einer jungen Frau, die sich mit den Ansprüchen der Eltern kritisch auseinandersetzt ... und ihrem Herz folgt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.02.2003

Leider wird man nicht so recht schlau aus Karla Schneiders Besprechung dieser Tagebuchaufzeichnung eines schottischen Mädchens von 1851. Darin erzählt Idilia Dubb zum einen, wie sie mit ihren Eltern den Rhein hinauf reiste und von ihren amourösen Abenteuern mit deutschen Offizieren oder Mineralwasservertretern und wir erfahren laut Schneider, dass das Biedermeier nicht so spießig gewesen sei wie sein Ruf vermuten lasse. Zum anderen sollen die Tagebücher aber auch die Aufzeichnungen aus Idilia letzten Lebenstagen enthalten. Denn das Mädchen war während dieser Reise spurlos verschwunden, erst neun Jahre später fand man ihr Skelett in der Burgruine von Lahneck und angeblich ihre erschütternden Notate. Das Problem an Schneiders Besprechung ist, dass sie einige Hinweise darauf gibt, wie viel bei der Edition hinzugedichtet wurde, dass man eigentlich gar nichts mehr glauben mag. Eine grundsätzliche Bewertung der Authentizität liefert Schneider jedoch nicht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2002

Roswitha Budeus-Budde zeigt sich in ihrer kurzen Kritik sehr angetan von diesem für Jugendliche und Erwachsenen gleichermaßen geeigneten Buch. Es ist das Tagebuch eines 17-jährigen schottischen Mädchens, das 1851 auf einer Rheinreise mit den Eltern in der Nähe von Koblenz verschwand. Erst 12 Jahre später wurde die Leiche im verfallenden Turm der Burg Lahneck entdeckt. Die Rezensentin ist äußerst fasziniert von dieser "ungewöhnlichen Mischung aus Reisebericht und Liebesgeschichte". Idilia Dubb, erfahren wir, war nämlich nicht nur ein tragisches Opfer, sondern auch eine gegen die Konventionen opponierende Jugendliche, die sich mit der Rheinreise ihrem adligen Verlobten entziehen wollte. Die Rezensentin bewundert den Mut des Mädchens und rühmt die "schonungslose Ehrlichkeit und die Authentizität" dieses Berichts.
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