Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.06.2001
Wer hier erwartet, Kleidungs- und Verhaltenstipps für Karrierefrauen zu erhalten, wird von dem Buch enttäuscht sein, warnt Dagmar Deckstein. Vielmehr handele es sich um "eine Art Erweckungsbuch", bei dem es vor allem um vernetztes Denken gehe. Manches mag einem dabei auf den ersten Blick möglicherweise etwas esoterisch anmuten, meint Deckstein, doch der Hintergrund ist nach ihrer Diagnose ein ernsthafter. Denn die Autorin plädiere für ein Umdenken in Geschäftsprozessen, für weniger Autorität und weniger Drohgebaren bei Managern und in Unternehmen. Dafür sollten Manager begreifen, dass "Führen mehr mit Dienen, einer soliden Dosis Demut und echter Anteilnahme zu tun hat" als mit Machtausübung. Keriman weiß, so die Rezensentin, "dass Gewinn aus Teilen und Teilhaben lassen entsteht und nicht aus Raffgier". Deckstein sieht in diesem Band eine Menge Fragen beantwortet, welches die Rolle von Frauen bei diesem Umdenken ist und merkt an, dass sich dieses Bewusstsein zunehmend auch in Unternehmen durchsetzt. Und so findet sie die Lektüre des Buchs auch für männliche Leser durchaus lohnend.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…