Friedrich Glauser

Pfützen schreien so laut ihr Licht

Gesammelte Gedichte
Cover: Pfützen schreien so laut ihr Licht
Nimbus Verlag, Wädenswil 2008
ISBN 9783907142332
Gebunden, 118 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Dem Gedicht galt Friedrich Glausers früheste und intensivste Ambition: Schriftsteller zu sein, hiess für ihn zunächst und vor allem: Gedichte zu schreiben. In der lyrischen Form glaubte er, seine Gefühle und sein inneres Erleben ausdrücken zu können. Vorbilder waren für ihn Mallarme und Trakl; der Ton entspricht dem expressionistischen Tenor der Zeit am Ende des Ersten Weltkriegs. Doch Glauser sah sich scheitern. Keiner dieser Texte wurde gedruckt. Für die Sammlung seiner Gedichte, die er 1919 zusammenstellte und in den folgenden Jahren mehrmals überarbeitete, fand sich kein Verleger. Auch später änderte sich daran nichts, obwohl sich Glausers Ton nach der Rückkehr aus der Fremdenlegion deutlich veränderte: In den Gedichten, die ab Mitte der 1920er Jahre entstehen, ist das Pathos merklich zurückgenommen; anstelle von grellen Bildern und dunkler Symbolik entwickelt Glauser nun einen Stil lakonischer Andeutungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.02.2009

Martin Zingg hat zwei Bücher mit Briefen und Gedichten von Friedrich Glauser gelesen, die dem Schweizer Schriftsteller "deutlichere Konturen" verleihen. Am Gedichtband "Pfützen schreien so laut ihr Licht", der erstmals sämtliche Gedichte des Autors in einem Band versammelt, ist für den Rezensenten zwar ablesbar, dass Glauser kein großer Dichter war. Der Autor, der später als Prosaschriftsteller bekannt wurde, zeigt sich in seiner Lyrik als vom Expressionismus und Symbolismus beeinflusst, stellt Zingg nicht gerade beeindruckt fest. Fesselnd findet der Rezensent diesen Band aber dennoch, weil er deutlich mache, wie stark Glauser nach einer eigenen Stimme suchte.
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