Wie könnte ein neues Wirtschaftssystem aussehen und (in den Worten des Zukunftsforschers Jeremy Rifkin) die ökonomische Weltbühne betreten?
Prinzipien für ein neues Wirtschaftssystem zu (er-)finden ist keine reine Frage der Theorie, denn solche Prinzipien zeichnen sich bereits in den praktischen Ansätzen anderen Wirtschaftens, bei sozialen Bewegungen, in technischen Entwicklungen und nicht zuletzt im Alltag von immer mehr Menschen ab. Wesentlich in all dem ist der Begriff 'Commons'. Damit wird Eigentum, das auf Ausschluss beruht, durch Besitz ersetzt: Es zählt, wer etwas tatsächlich braucht und gebraucht. Zudem befreit eine "Ecommony" (im Wortspiel mit Economy) unsere Lust und unser Bedürfnis, uns in dieser Welt vielfältig zu betätigen. Statt in strukturellem Hass zueinander agieren zu müssen, könnten wir unser Leben an gemeinschaftlicher Fürsorge ('Care') orientieren und als Miteinander gestalten.
"Nicht fordern, nicht warten", sondern gleich anfangen will die Rezensentin Annette Jensen nach der Lektüre von Friederike Habermanns Buch mit dem kryptischen Titel "Ecommony, UmCARE zum Miteinander". Die Zeit ist reif für einen Umbruch, die Chancen, die Wachstumswirtschaft zu demontieren stehen gut, das Konzept einer commonsbasierten Gesellschaft, in der Dezentralität und Globalität Hand in Hand gehen, kann funktionieren, lernt die Rezensentin, die sich dank Habermann aber auch der Gefahren und Schwierigkeiten dieses Unternehmens bewusst ist. Die Autorin überzeugt mit fundiertem Wissen, anschaulichen Beschreibungen und einer attraktiven Idee, lobt Jensen. Da will man am liebsten gleich loslegen.
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