Franz Schuh

Steckt den Sand nicht in den Kopf

Cover: Steckt den Sand nicht in den Kopf
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2025
ISBN 9783552075764
Gebunden, 288 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Franz Schuhs neues Buch ist Kaffeehausliteratur par excellence. Es gilt, dass man den Kopf nicht in den Sand stecken soll. Ebenso gilt, dass man den Sand, der einem in die Augen gestreut wird, nicht für Wahres oder Bares nehmen sollte. Franz Schuhs neues Buch ist der Versuch einer Orientierung in einer Zeit, in der Desorientierung unvermeidlich erscheint. Es ist ein Zeitbild und zugleich eine sehr subjektive Zeitzeugenschaft. Sie wird auf verschiedenen Ebenen auf die Probe gestellt: von der Banalität der tröstlichen Existenz eines Badeschwamms am Stiel bis zur Diskussion der Wahrheitsfrage, die auf Tendenzen reagiert, "Wahrheit" überhaupt abzuschaffen. Figuren wie der Wirecard-Großbetrüger Jan Marsalek, der gerüchteweise eine späte Karriere als Spion macht, werden nicht übersehen, und manchmal blitzt auch der Name René Benko auf.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.09.2025

Rezensent Paul Jandl amüsiert sich mit den Essays und biografischen Stücken von Franz Schuh. Ob Schuh über den bestielten Badeschwamm oder über Horaz schreibt - es ist witzig und anregend, meint Jandl, weil der Autor sich als philosophierender Literat und Zeitgenosse nicht allzu ernst nimmt. Selbstironisch denkt Schuh über Weltpolitik und Socken nach, würdigt den Hosenträger und nimmt das österreichisch-deutsche Verhältnis unter die Lupe, freut sich Jandl. Erkenntnisreich setzt Schuh dem Rezensenten auch den Unterschied zwischen Gegner- und Feindschaft auseinander. Der Buchtitel hält, was er verspricht.