Frank Urbaniok, der sich in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit mit Tausenden von Gewalt- und Sexualstraftätern intensiv auseinandergesetzt hat , legt erstmals für Deutschland, Österreich und die Schweiz die Kriminalitätsquoten bestimmter Herkunftsländer dar. Und er legt dar, wie versucht wird, diese Fakten in der öffentlichen Diskussion zu verschleiern. Urbaniok fordert eine umfassende Migrationswende: Integrationsbemühungen zu forcieren, aber gleichzeitig die drängenden Migrationsprobleme wirksam zu bekämpfen sind keine Gegensätze, sondern sich ergänzende Elemente einer intelligenten Migrationspolitik.
Weitgehend nicht überzeugend ist, was Frank Urbaniok hier über Migration schreibt, urteilt Rezensent Nils Schniederjann. Urbaniok geht von der datengestützten Beobachtung aus, dass bestimmte Nationen in Kriminalitätsstatistiken überrepräsentiert sind. Daran anschließend versuche er zu belegen, dass die Ursache hierfür nicht Lebensumstände, sondern kulturelle Prägungsmuster - Rollenbilder, Extremismus und so weiter - sind, die in diesen Herkunftsländern häufiger vorkommen, fasst Schniederjahn die Hauptthese des Buchs zusammen. Allerdings arbeitet Urbaniok methodisch nicht korrekt, meint der Kritiker, er verwechsele Korrelation und Kausalität und verzichte auf zeitgemäße Analysewerkzeuge wie etwa Regressionsanalysen. Außerdem vermischt er seine Befunde mit anekdotischem Wissen aus seiner Berufspraxis und polemischen Angriffen gegen andere Migrationsforscher, ärgert sich der Rezensent, der Urbaniok außerdem vorwirft, bereits breit diskutierte Erkenntnisse als von Zensur bedrohtes Geheimwissen zu präsentieren.
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