Fernando Savater

Die Fragen des Lebens

Fernando Savater lädt ein in die Welt der Philosophen
Cover: Die Fragen des Lebens
Campus Verlag, Frankfurt am Main - New York 2000
ISBN 9783593364025
gebunden, 309 Seiten, 15,24 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Andreas Simon. "Die Fragen des Lebens" ist ein idealer Einstieg für junge und junggebliebene Leser, die im Zeitalter der großen technischen Entdeckungen, der Mikrochips, der Teilchenbeschleuniger, des Internets und des digitalen Fernsehens das Leben besser verstehen möchten. Oder, wie Savater schreibt: "Für alle, denen noch nicht alles klar ist."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.05.2000

Ralf Grötker nimmt in seiner Rezension vier Bücher unter die Lupe, die vor allem den jungen Laien in die Welt der Philosophie einführen wollen.
1) Friedhelm Moser: "Kleine Philosophie für Nichtphilosophen"
Zu diesem Buch hat Grötker rein gar nichts Gutes anzumerken. Er kritisiert das "Episodische", über das der Autor selten hinauskomme und die Unvermitteltheit, mit der die Themen zusammengestellt seien. Der Rezensent ist unangenehm berührt von dem "auftrumpfenden Dilettantismus", und die vielen eingestreuten Anekdoten ärgern ihn vor allem deshalb, weil daraus nur sehr "magere Überlegungen" folgten.
2) Udo Marquardt: "Spaziergänge mit Sokrates"
Auch ein Verriss. Der Autor wolle allenfalls unterhalten, was ihm aber nur bedingt gelinge, stellt Grötker erbost fest. Besonders ärgerlich findet es der Rezensent, dass das Buch weniger Philosophie als biographische Anmerkungen zu großen Philosophen zu bieten habe, und manchmal sieht er sich sogar mit "Quatsch" konfrontiert.
3) Werner Schneiders: "Wieviel Philosophie braucht der Mensch?"
Auch dieses Buch kann Grötker nicht überzeugen. Es sei "etwas beliebig", zu viele Fragen würden zu oberflächlich behandelt. Besonders die häufige "Verkündung von Binsenwahrheiten" erregt seinen Unmut. Zudem enthalte sich der Autor allzu stark "pointierter Ansichten oder Thesen" und nach Stringenz suche man vergebens, so der enttäuschte Rezensent.
4) Fernando Savater: "Die Fragen des Lebens"
Hier endlich entdeckt Grötker "einigermaßen klare und begründete Positionen", und er freut sich an der "kenntnisreichen und stringenten Aufbereitung" der einzelnen Themen. Obwohl ihm das Buch zuweilen etwas zu oberlehrerhaft daher kommt, ist es insgesamt eher von einem "tastenden Ton" geprägt, so der Rezensent anerkennend.
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