Felix Ekardt

Das Prinzip Nachhaltigkeit

Generationengerechtigkeit und globale Gerechtigkeit
Cover: Das Prinzip Nachhaltigkeit
C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN 9783406527982
Paperback, 238 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Die westlichen Gesellschaften pflegen ein Wohlstandsmodell, welches weder globalisierbar noch dauerhaft durchzuhalten ist. Es muss zusammenbrechen, sobald es sich z.B. auch in Ländern wie Indien und China etabliert. Ohne eine neue, in das Prinzip Nachhaltigkeit mündende Lehre von der gerechten Grundordnung, ohne ein neues Freiheitskonzept und ohne mehr Generationengerechtigkeit und Gerechtigkeit zwischen den Völkern dieser Erde können wir nicht länger sagen, dass unser Zusammenleben gerecht ist - sei es in Deutschland, in Europa oder auch global. Felix Ekardt liefert eine Fülle von Argumenten, die umreißen, was man zu Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in einer globalisierten Welt sagen kann und muss.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.06.2005

Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwissenschaft, stellt Dieter Rulff fest. Inzwischen aber habe er Eingang gefunden in Sonntagspredigten, Haushaltsführung, Wirtschaftspolitik, zählt der Rezensent auf, der sich selbst des schönen Wortes "nachhaltig" gern bedient: "Ekardts Diskursmodell führt zu einem infinitiven Regress nachhaltiger Art", schreibt Rulff sehr gelehrt über das Buch des Bremer Professors für Umweltrecht. Der Autor beschäftige sich mit den "normativen Grundlagen des Miteinander", erklärt er an anderer Stelle. Anders: Es geht um das Verhältnis der jetzigen und kommenden Generationen und den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen. Nach Ekardt müssen den nachfolgenden Generationen gleichviel Rechte eingeräumt werden wie der heutigen, diese sei darüber hinaus zur Sicherung der materiellen Voraussetzungen dafür verpflichtet. Eine schöne idealtypische Konstruktion, meint Rulff hierzu, der es an "Reziprozität" mangele. Und welche Instanzen diese Gerechtigkeitsvisionen umsetzen sollten, bliebe ebenfalls im Dunkeln, kritisiert Rulff.
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