Aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle. An der Leiche wurde herumgepfuscht. Ein Schrein wurde errichtet, was verständlich ist, handelt es sich bei dem Toten doch um Jupiter, Guru des pseudowissenschaftlichen "Ordens der Ringe Gottes". Der ermittelnde Detective Peter Decker und sein Team werden auch nicht mit offenen Armen empfangen, ganz im Gegenteil. Die rätselhafte Sekte möchte mit der Außenwelt nichts zu tun haben, auch dann nicht, als zwei ihrer Mitglieder verschwinden und ein weiterer grausam ermordet wird. Für den Ermittler stellt sich die Frage: Bereitet diese Sekte einen kollektiven Selbstmord vor?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.10.2000
In einer Doppelrezension stellt Regula Venske zwei Kriminalromane der Autorin vor, als deren süchtige Anhängerin sie sich bekennt.
1. "Doch jeder tötet, was er liebt". Die Rezensentin hat die Lektüre von der "ersten bis zur letzten Seite" genossen und fühlt sich den beiden Hauptfiguren Decker und seiner orthodoxen jüdischen Ehefrau verbunden wie alten Freunden. Die Autorin entwickele die Geschichte langsam und baue Umwege und Abzweigungen ein, die die Spannung erhöhen, lobt die Rezensentin. Besonders positiv hebt die Rezensentin die Unerschrockenheit der Autorin hervor, mit der sie die "Grenzen des politisch Korrekten" auslotet um ihr eigentliches Anliegen, die "Gerechtigkeit" darzulegen.
2. "Der wird Euch mit Feuer taufen". Kurz geht die Rezensentin auf diesen Krimi ein, der "zerstörerischen Sektenwahn" zum Thema hat. Trotz der Gefahren des Kitsch, die im Plot lauerten, sei es der Autorin mit ihrer bewährten Mixtur aus "hartgesottenem Realismus, Romantik" und Ironie wieder einmal gelungen, ein "wunderbar" zu lesendes Buch zu schreiben, schwärmt die Rezensentin.
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