Herausgegeben von Fabian Furter und Patrick Zehnder im Auftrag der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau. Mit 250 schwarzweißen und farbigen Abbildungen. Der Kanton Aargau genießt in der Schweiz einen zweifelhaften Ruf. In einer Umfrage wurde er jüngst mit Abstand zum langweiligsten Kanton gewählt. Zu Recht? Was hat es mit den Klischees vom konservativen Autobahn- und Atomkraftkanton, dem ein großes Zentrum fehlt, auf sich? Die neue "Zeitgeschichte Aargau" geht diesen Fragen auf den Grund und fokussiert dabei als erstes Kantonsgeschichtsprojekt ausschließlich auf die jüngste Vergangenheit. In fünf Abschnitten werden die räumlichen, politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen nachgezeichnet. Dabei wird das Spezifische des Aargaus beleuchtet. Es zeigt sich an einer Vielzahl von reich bebilderten Aspekten: In mancherlei Hinsicht war und ist der "Kanton der Regionen" viel progressiver, als man ihm zuschreibt. Das Buch bildet den Kern eines mehrjährigen Forschungs- und Vermittlungsprojekts. Alle weiteren Teilprojekte finden sich auf www.zeitgeschichte-aargau.ch.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.01.2022
Rezensent Urs Hafner verzeiht den im Auftrag der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau tätig gewordenen Historikern die ein oder andere nach Eigenwerbung klingende Selbstdarstellung und absurde Auflistung von typisch Aargauischem. Davon abgesehen nämlich findet er den Sammelband als Kantons-Porträt vorbildlich im Sinne des historiografischen Handwerks. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur werden abgedeckt, das Thema Raum und Mensch ausgiebig behandelt, versichert Hafner. Und er stellt fest: Der Aargau ist mehr als Autobahnen und Atomkraftwerke.
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