Nacherzählt und mit einem Nachwort von Esther Kinsky
Insel Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783458200604 Gebunden, 155 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Nacherzählt und mit einem Nachwort von Esther Kinsky. Mit Bildern von Monika Beisner. Zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris in Mesopotamien, dem heutigen Irak, entstand vor rund 3000 Jahren das Gilgamesch-Epos, eine der ältesten Dichtungen der Menschheit. In Keilschrift auf 12 Tontafeln verfasst, die in unzähligen Scherben erhalten sind, ist die Geschichte des Halbgottes Gilgamesch und seines geliebten Freundes Enkidu bis heute nicht vollständig rekonstruiert und entziffert; erst im 19. Jahrhundert gab es eine erste übersetzte Version davon. Der Wunsch nach Unsterblichkeit, die Angst vor dem Tod und das Fortleben der Verstorbenen im Gedenken der Hinterbliebenen bleiben als universelle Erfahrungen über die Jahrtausende hinweg aktuell.
Rezensent Carsten Hueck empfiehlt das Gilgamesch-Epos in der Nacherzählung von Esther Kinsky. Die über 3000 Jahre alte mesopotamische Geschichte über Hochmut, Tod, Freundschaft und Feindschaft erscheint ihm weiterhin aktuell und kulturgeschichtlich wie literarisch interessant. Kinskys auf englischen Übersetzungen basierende Fassung findet er gut lesbar und durch das Beibehalten von Leerstellen und Wiederholungen auch spannend. Die Bedeutung des Epos als eines zu deklamierenden Textes wird für ihn offenbar. Schon Rilke war tief beeindruckt vom Gilgamesch, warum nicht auch wir? fragt der Rezensent.
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