Erica Pedretti

Fremd genug

Cover: Fremd genug
Insel Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783458193296
Gebunden, 48 Seiten, 11,80 EUR

Klappentext

Im Dezember 1945 fährt ein Rotkreuztransportzug von Warschau über Auschwitz, Prag, München nach St. Margrethen, mit ihm reisen Auslandschweizer, KZ-Überlebende und einige mehr, darunter die fünfzehnjährige Erica Pedretti und ihre Geschwister. In "Fremd genug" erzählt Erica Pedretti von Abreisen und Ankünften, von Stationen ihrer Lebensreise, die sie aus der Tschechoslowakei in die Schweiz brachte, von der Schweiz in die USA und wieder zurück in die Schweiz. "Eine wunderbare Zeit, fast paradiesisch, wäre nur die Fremdenpolizei nicht gewesen: Warum sind Sie noch hier?"

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.02.2010

Zum heutigen 80. Geburtstag von Erica Pedretti stellt Dorothea Dieckmann ihren schmalen autobiografischen Band "Fremd genug" vor, in dem die Künstlerin und Schriftstellerin von ihrem durch Flucht und Vertreibung geprägten Leben erzählt. Genau so skizzenhaft, wie die Illustrationen, die den Text immer wieder unterbrechen, erzählt die Autorin auch von ihrer Kindheit in Mähren, das sie 1945 verlassen musste, stellt die Rezensentin fest. Erinnern und Vergessen, Heimat und Vertreibung seien die thematischen Leitfäden, an denen die Lebensgeschichte Pedrettis entlangläuft, erklärt Dieckmann. Sie ist von der "großen Einfachheit" dieser Lebenserzählung beeindruckt, hinter der sie allerdings einen "hohen Reflexionsgrad" erkennt.
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