Eric-Emmanuel Schmitt

Die Schule der Egoisten

Roman
Cover: Die Schule der Egoisten
Ammann Verlag, Zürich 2004
ISBN 9783250600619
Gebunden, 176 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Ines Koebel. Durch Zufall stößt ein Philosophiedoktorand in der Bibliotheque Nationale auf einen vergessenen Exzentriker, der im 18.Jahrhundert die Pariser Salons eroberte. Gaspard Languenhaert, ein brillanter Kopf, behauptete lauthals, die Welt existiere nur in seinem Denken. In kürzester Zeit bildete sich eine Jüngerschar um ihn, lauter "Egoisten", ein jeder sein eigener Gott, die zusammen um die Wette spekulieren. Aber was nützen die hitzigsten Debatten, wenn doch jedes Gespräch letztlich nur ein Selbstgespräch bleibt? Und die Liebe? Ist es denn überhaupt möglich, den Reizen der eigenen Schöpfung zu erliegen? War Languenhaert also ein großer Philosoph, ein Menschenverächter, ein selbstverliebter Narr oder einfach nur das Opfer seiner eigenen Geistesschärfe? Was als Forschungsreise beginnt, endet als turbulente Zeitreise an einen Ort, wo das Wirkliche und das Wahre weniger gemeinsam haben, als man denkt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.10.2004

In gewisser Weise kann man sagen, dass es in Matthis Altenburg gnadenlosem Verriss dieses neuen Romans gerecht zugeht. Seine Häme vergießt der Kritiker gleichermaßen auf Autor, Leser, Verlage und Buchhändler. Wie schon in "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Bösen" die Religion, stutze Eric-Emmanuel Schmitt hier die Philosophie "auf die Größe einer neckischen Anekdote" zurecht. Der Ich-Erzähler stößt in der Bibliotheque Nationale auf den Philosophen Garspard Languenhart, erklärt Altenburg den Rahmenhandlung, dessen Weisheit darin bestand, dass er, gottähnlich, die Welt für seine Erfindung hielt. "Ein in jeder Hinsicht dünnes Buch, das dafür reichlich dicke tut", lästert Altenburg, der abschließend noch davor warnt, "Denkfaulheit mit Herzensklugheit" zu verwechseln.
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