Eric-Emmanuel Schmitt

Als ich ein Kunstwerk war

Roman
Cover: Als ich ein Kunstwerk war
Ammann Verlag, Zürich 2009
ISBN 9783250601296
Gebunden, 235 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Ines Koebel. Der junge Tazio Firelli hält sich für unattraktiv und gewöhnlich, ohne besondere Talente und Eigenschaften. Mit einem Sprung in die Tiefe will er seine verhasste Existenz endlich hinter sich lassen, da kommt ihm der ominöse Zeus-Peter Lama mit einem verlockenden Angebot in die Quere. Lama ist ein berüchtigter Agent provocateur der Kunstszene und verspricht Tazio alles, was er sich ersehnt: Schönheit, Ruhm, Extravaganz und Einmaligkeit. Der Lebensmüde geht diesen verlockenden Pakt ein. Dazu muß er sich aber dem Künstler voll und ganz ausliefern und sich mit Hilfe des Chirurgen Dr. Fichet zu einem unverwechselbaren Kunstwerk umwandeln lassen. Aus Tazio wird "Adam zwei", ein schillerndes Ausstellungsobjekt, das weltweit Begeisterungsstürme auslöst. Allein die stille Fiona bemerkt, dass sich in dem gefeierten Kunstwerk noch immer Tazios leidende Kreatur verbirgt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2009

Nicht so recht erwärmen kann sich Joseph Hanimann für Eric-Emmanuel Schmitts neues Buch. Der Roman um einen lebensmüden jungen Mann, der einen faustischen Pakt eingeht, sich in ein Kunstwerk verwandelt und schließlich durch die Liebe einer Frau zurückverwandelt wird, ist für ihn - wie die anderen Romane des Autors auch - ein "Gedankenspielroman", den man auch gut im Digest lesen könnte, "wahlweise im Zweihundert-, Zwanzig- oder Zweiseitenformat". Hanimann wertet den Roman als eine vorhersehbare, "angestrengte Variation" über das Homunculus-Motiv. Lobend erwähnt er aber die mit "Prägnanz und Sprachturbulenz" ausgeführte Übersetzung von Ines Koebel.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.05.2009

Ein Mann steht im Schatten seines erfolgreichen Bruders. Da bietet ihm ein Mephisto mit Namen Peter-Zeus Lama an, ihm Ruhm zu verschaffen, indem er ihn zum Kunstwerk mit Namen "Adam zwei" zurechtschnitzt. Der Mann lässt sich darauf ein, muss aber feststellen, dass er damit seinen Willen und Eigensinn abgeben soll und zum Instrument des ihn nur ausnutzenden Künstlers würde. Dagegen begehrt er auf, was Eric-Emmanuel Schmitt offenkundig für eine gute Sache hält. Und obwohl das alles in seiner recht ausführlichen Wiedergabe nach einer sehr fahlen Allegorie klingt, findet es auch der Rezensent Johannes Willms ganz toll. Die reine Freude sei das Buch für alle, die DSDS nicht mögen. Und auch die Gegner des Hirstschen Diamantschädels bekommen, so Willms, Futter für ihre Ansichten über den aktuellen Kunstbetrieb.

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