Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Es gibt keinen schöneren Platz zum Spielen als die große Grube. Da kann man alles spielen: Bärenmama, Einkaufen, Fangen, Verstecken - alles. Doch die Erwachsenen finden die Grube "gefährlich" und lassen sie zuschütten. Die Kinder sind stinksauer. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen, was ihnen Spaß macht. Wie ernst es ihnen ist, sich ihren Spielplatz zurückzuerobern, ist einfach großartig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 06.12.2025
Vielleicht ist das Buddeln im Sand und in der Erde so eine Art anthropologische Grundkonstante, vermutet Rezensentin Bettina Hartz, die neue Kinderbücher zu dem Thema gelesen hat: Die Schwedin Emma Adbage schreibt mit "entlarvendem Humor" über Erwachsene, die beim Spielen der Kinder ein bisschen zu viel Angst haben. Sie haben Sorge, die Kinder an einer lehmigen Grube spielen zu lassen, "weil man dabei sterben kann", dass die Beseitigung aller Gefahrenquellen den Kindern gar nicht passt, leuchtet Hartz völlig ein. Dass die Kinder dann einen neuen Ort finden, an dem sie ihren Freiheitsdrang ausleben können, freut die Kritikerin, die das Buch vor allem auch Erwachsenen empfiehlt, an die die "frechen, sarkastischen Seitenhiebe" gerichtet sind?
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