Klappentext
Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock. Handlettering von Michael Hau. Es waren einmal sieben Zwergbären, die arbeiteten schwer in den Zwergbergwerken. Eines Abends kehren sie müde heim… und finden in ihren Bettchen eine schlafende Riesin vor! Da kann nur der Prinz Riesentöter Abhilfe schaffen: "Ihr müsst sie küssen. Danach heiratet Ihr sie und so! Und wir gehen schlafen." Als der Prinz die holde Maid allerdings partout nicht (wach) küssen will ("Ich kenne das Mädchen ja nicht mal!") und schließlich auch noch der Rattenfänger von Hameln vor der Tür herumflötet, ist es um den ruhigen Feierabend der Zwergbären endgültig geschehen…Hintersinnig und mit anarchischem Witz würfelt Jugendliteraturpreisträger Emile Bravo ("Spirou" und "Fantasio") mit seinen Zwergbären klassische Märchenmotive zu einem unwiderstehlich charmanten Comicspaß für Jung und Alt zusammen.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 28.02.2026
Rezensentin Judith Leister hat viel Freude an Emile Bravos Zwergbären-Reihe, deren ersten beiden Bände nun auf deutsch vorliegen. Bravo verfasst Märchenparodien, die die oft gleichförmigen Geschichten um Prinzessinnen und die sie küssenden und rettenden Prinzen gehörig aufmischen. Und außerdem verschiedene Märchen miteinander verbinden. So sind die sieben Bären wie einst die Zwerge im ersten Band mit einer schlafenden Frau konfrontiert, die sie für eine Prinzessin halten. Der Prinz, der sie dann wachküssen soll, entpuppt sich jedoch als tapferes Schneiderlein. Das macht Spaß, hat Tempo, bricht mit der klassischen Aufteilung in Gut und Böse und wird außerdem von schönen Bildern begleitet, die sich zwischen traditionellem Kinderbuchstil und Comic situieren. Nachschub ist schon angekündigt - Leister kann es kaum erwarten.
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