Aus dem Französischen von Barbara Haupt. Von jetzt auf gleich ändert sich das Leben von Floris und Maja. Hatten sie gestern noch gemeinsam am Bach gespielt, trennt sie heute ein Stacheldraht. Nicht einmal mehr voneinander reden dürfen sie. Es ist Krieg. Er verbietet alles und sorgt dafür, dass Floris Vater die Familie verlassen muss, um zu kämpfen. Wenn der Krieg kommt, ist nichts mehr, wie es war. 1994 ist dieses ausdrucksstarke Bilderbuch von Elzbieta erstmals bei uns erschienen und war bis 2015 lieferbar. Die aktuellen Ereignisse zeigen: So lange es Menschen gibt, werden kriegerische Auseinandersetzungen sie begleiten. Den Krieg kann man nicht töten, kleiner Floris. Er schläft nur hin und wieder ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2022
Rezensentin Christine Knödler schaut sich vier Bilderbücher an, die versuchen, Kindern den Krieg zu erklären. Alle vier hält die Kritikerin für gelungen, sie muten allerdings Kindern einiges zu. Die polnische Bilderbuchkünstlerin Elzbieta erzählt in ihrem bereits vor 28 Jahren erschienenen und nun neu aufgelegten Werk "Floris & Maja" von zwei Freunden, die auf verschiedenen Seiten eines Baches leben. Als der Krieg ausbricht, wird entlang des Baches ein Stacheldraht gezogen und die beiden Freunde dürfen den Namen des jeweils anderen nicht mehr nennen. Wie die Illustratorin Kinderfragen formuliert, Distanz wahrt und den Krieg als apokalyptischen Reiter darstellt, findet Knödler eindringlich, kindertauglich und "zeitlos".
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…