Aus dem Englischen von Stefanie Römer. Jung, politisch erfolgreich und leidenschaftlich verliebt - Hillary Rodham und Bill Clinton sind das romantische Traumpaar der siebziger Jahre. Ihre Pläne für die gemeinsame Zukunft kennen daher auch nur eine Richtung: ganz nach oben. Doch als Bill um Hillarys Hand anhält, lehnt sie ab. Ein Nein, das ihr Leben für immer verändern wird… Curtis Sittenfeld gibt der Weltgeschichte in ihrem New-York-Times-Bestseller einen überraschenden neuen Lauf. In "Hillary" erleben wir das politische Amerika, wie es noch nie jemand erzählt hat: hautnah und aus der Perspektive einer Frau, die für ihren Lebenstraum alles gibt. So unterhaltsam wie scharfsinnig beleuchtet Sittenfeld die Abgründe einer Frau, über die wir eigentlich alles zu wissen glaubten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2021
Rezensentin Susan Vahabzadeh mag Curtis Sittenfelds Roman, hat beim Lesen aber hin und wieder auch ein schlechtes Gewissen. Die Autorin entwirft hier ein Bild einer Hillary Rodham, die Bill Clinton nie geheiratet hat, in Chicago Jura-Professorin wird und später selbst den Wahlkampf gewinnt. Dabei gefällt der Rezensentin, dass Sittenfeld nicht zu übermütig wird - so bleibt die fiktive Hillary etwa auch ohne Bill Clinton Irakkrieg-Befürworterin. Auch wie die Autorin in der Fiktion noch Reminiszenzen wie an die Freundschaft zur Kinderrechtsaktivistin Gwen Greenberger einbaut, findet Vahabzadeh "wirklich kunstvoll". Wenn Sittenfeld allerdings allzu tief in Hillarys Gedanken eindringt und einen nackt Saxophon-spielenden Bill Clinton oder Überlegungen zu Cellulite zum Besten gibt, kann die Rezensentin ein gewisses Unwohlsein nicht abschütteln - "großartig" zu lesen findet sie das trotzdem.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…