Aus dem Englischen von Elena Helfrecht. Irina ist wie besessen: Auf den Straßen Newcastles spürt sie unscheinbare Männer auf, um sie zu fotografieren - schonungslos, in expliziten Posen. Und statt sich um den öden Barjob und ihre Kunstkarriere zu kümmern, gibt sie sich Drogen, Alkohol und extremen Filmen hin. Als sich in einer Londoner Galerie die Chance einer großen Ausstellung bietet, gerät Irina in einen selbstzerstörerischen Strudel aus Wahn und Gewalt - und reißt ihre beste Freundin sowie den schüchternen Supermarktangestellten, in den sie sich verguckt hat, mit hinab … Ein rabenschwarzer Psychothriller. Die Autorin lotet die Tabubereiche der Sexualität und der Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert aus.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.07.2025
Eliza Clarks Protagonistin Irina erinnert Rezensentin Sonja Hartl an Patrick Bateman und Ted Bundy: Unter Hochspannung erzählt sie, wie die Fetisch-Fotografin Gewalt an Männern ausübt, nachdem sie sie selbst erfahren hat. Mit "psychopathischer Coolness" porträtiere Clark eine Figur, die Opfer und Täterin zugleich ist und stelle sich Fragen nach Aufmerksamkeitsgenerierung. Spannend, rasant und doppelbödig, findet Hartl.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…