Demokratie braucht Offenheit, Konfrontation und klare Spielregeln - mühsam und eine Art Stresstest in diesen Krisenzeiten. Dabei steht nicht weniger als das Vertrauen zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Politik auf dem Spiel. Wie kann man die Verfassung populismusfester, die Kommunalpolitik elternfreundlicher oder das Beamtentum zeitgemäßer machen? Wie lassen sich da, wo Regeln fehlen, neue verabschieden? Dorothee Bär, Maja Göpel, Nico Hofmann, Karl Lauterbach, Marina Weisband und viele andere: Hier kommen kluge und erfahrene Persönlichkeiten aus einem breiten politischen und gesellschaftlichen Spektrum mit ganz konkreten Ideen zu Wort. Einzige Bedingung: Sie müssen innerhalb eines Jahres umsetzbar sein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.06.2021
Rezensent Robert Probst verfällt dem Charme der 21 Aufsätze in "Demokratieverstärker", herausgegeben von Elisabeth Niejahr und Grzegorz Nocko. Das Buch beinhaltet Probst zufolge eine Art To-Do-Liste für die neue Bundesregierung, die in der diesjährigen Bundeswahl das Rennen für sich entscheiden kann. Obwohl die oft naheliegenden, aber auch theoretischen Vorschläge der vielen AutorInnen den Rezensenten oft überraschen konnten, sind sie ihm zufolge weder konkret umsetzbar noch kostenlos. Probst findet in der Lektüre dennoch sehr gute Tipps und Ideen, zum Beispiel die Einführung sogenannter Fuck-up-Nights, auf denen offen über menschliches und politisches Scheitern berichtet wird. Aus all diesen kurzen Aufsätzen entstehe jedoch kein Gesamtbild, sondern ein "Mosaik der Möglichkeiten", schließt der Rezensent, aber so könne wenigstens ein bisschen Aufbruchsstimmung erzeugt werden.
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