Edmund de Waal

Camondo

Eine Familiengeschichte in Briefen
Cover: Camondo
Zsolnay Verlag, Wien 2021
ISBN 9783552072572
Gebunden, 192 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Brigitte Hilzensauer. Geschichte ist nicht Vergangenheit, sie hört nie auf und entfaltet sich in unseren Händen. Das schreibt Edmund de Waal in seinem neuen Buch, das ihn zurückführt in die Pariser Rue de Monceau, in der einst sein Vorfahre Charles Ephrussi den berühmten "Hasen mit den Bernsteinaugen" hütete, wo in unmittelbarer Nachbarschaft Marcel Proust wohnte und wo der Bankier Moïse de Camondo aus Konstantinopel ein Palais errichten ließ, in dem sich heute ein seit 1936 unverändertes Museum befindet. Niemand war zufällig in dieser "Straße der Anfänge", sagt de Waal und beginnt, imaginäre Briefe an Moïse zu richten, über die vielfältigen Beziehungen ihrer beiden Familien, über Assimilation, Großzügigkeit, privates und öffentliches Leben und immer wieder über die Bedeutung der Erinnerung und dass es keinen "Schlussstrich" geben kann und darf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2021

Rezensentin Ursula Scheer rührt es ans Herz, wie Edmund de Waal in seinem Briefroman die Welt des kunstsinnigen jüdischen Bankiers und Sammlers Comte Moise de Camondo im Paris um 1900 auferstehen lässt. Anhand der im Museum bewahrten Artefakte aus dem Haus Camondo setzt der Autor laut Scheer eine Konversation in Gang, die Familiengeschichte (die eigene wie die Camondos) und Kulturgeschichte zugleich ist und Literarisches wie Archivalisches "meisterlich" vereint.
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