Schikaneders Libretto zur Zauberflöte ist eine sehr verwirrende und etwas verschwommene Fabel über Gut und Böse. In Sowas Bilderzyklus und Henscheids Textfassung verzichtet der Erzähler auf die obligaten mystischen Anklänge und wählt den heiteren Ton eines spannenden Märchens, in dem es Dämonen und Helden gibt, Blitz und Donner, Himmel und Hölle. Das Märchen von Pamina und Tamino kann in einem beigegebenen Papiertheater mit Spielfiguren von Kindern und Erwachsenen selbst inszeniert werden.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 23.03.2000
Mozarts "Zauberflöte" als Bilderbuch: Tilman Spreckelsen findet das gewagte Unternehmen, das immerhin ohne Musik auskommen muß, gelungen: Die Geschichte habe verwirrende Handlungsstränge eingebüßt und dafür an Einfachheit und Klarheit gewonnen, der Erzählton sei märchenhaft geworden und sogar die düsteren Bilder Sowas hätten etwas Leuchtendes. Spreckelsen ist insbesondere angetan von der prächtigen Ausstattung des Buches in Halbleinen, mit Goldtitelprägung und drei zusätzlich beigelegten Bögen, aus dessen vorgestanzten Figuren sich die (kindlichen) Betrachter des Buches ihre eigene Opernwelt basteln können.
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