Schikaneders Libretto zur Zauberflöte ist eine sehr verwirrende und etwas verschwommene Fabel über Gut und Böse. In Sowas Bilderzyklus und Henscheids Textfassung verzichtet der Erzähler auf die obligaten mystischen Anklänge und wählt den heiteren Ton eines spannenden Märchens, in dem es Dämonen und Helden gibt, Blitz und Donner, Himmel und Hölle. Das Märchen von Pamina und Tamino kann in einem beigegebenen Papiertheater mit Spielfiguren von Kindern und Erwachsenen selbst inszeniert werden.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 23.03.2000
Mozarts "Zauberflöte" als Bilderbuch: Tilman Spreckelsen findet das gewagte Unternehmen, das immerhin ohne Musik auskommen muß, gelungen: Die Geschichte habe verwirrende Handlungsstränge eingebüßt und dafür an Einfachheit und Klarheit gewonnen, der Erzählton sei märchenhaft geworden und sogar die düsteren Bilder Sowas hätten etwas Leuchtendes. Spreckelsen ist insbesondere angetan von der prächtigen Ausstattung des Buches in Halbleinen, mit Goldtitelprägung und drei zusätzlich beigelegten Bögen, aus dessen vorgestanzten Figuren sich die (kindlichen) Betrachter des Buches ihre eigene Opernwelt basteln können.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…